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Gesundheit und BGM als ethisch-moralische Dimension

17 Medikamente täglich, Schmerzen im ganzen Körper, Gehen nur am Rollator, Treppen steigen und irgendwann die Bewältigung des Alltags für Ulla S. unmöglich. Das Ergebnis: Ihren Arbeitsplatz musste Sie mit Anfang 50 aufgeben. Dieser Fall ist extrem, aber schon vermeintlich kleinere Probleme wie Rückenschmerzen, Diabetes oder Bluthochdruck machen den privaten- und den Arbeitsalltag oft schwierig. Das alles sind typische Krankheitsbilder in Industrienationen wie Deutschland. Weil wir uns nicht mehr genug bewegen, viel am Schreibtisch sitzen, uns ungesund ernähren und immer höheren Streßbelastungen ausgesetzt sind, ist der Körper geschwächt und oft mit dem Alltag überfordert. Um das zu verhindern hat jetzt der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) gemeinsam mit dem Anbieter für betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) „vital for work“ die Initiative „Gesunde Unternehmen 2015“ ins Leben gerufen.

 Viele Unternehmen haben das Problem bereits erkannt und bieten Gesundheitstage an, gründen Lauf-, Schwimm- oder Radgruppen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Dieses Vorgehen ist zwar gut gemeint, allerdings häufig sogar kontraproduktiv erklärt Daniel Rothmund vom Zentrum für interdisziplinäres Gesundheitszentrum „Valitudo“ aus Bielefeld: „Es gibt zahlreiche Personen, die sich zwar subjektiv sehr fit fühlen, es aber tatsächlich nicht sind. Der Körper ist sehr gut darin Schwächen zu verdrängen und zu überspielen. Fängt man aus so einer Situation heraus an Sport ohne Anleitung zu betreiben, ist die Gefahr groß die Probleme noch zu verstärken und sogar ernsthafte Krankheitssymptome zu entwickeln.“ Dieses Risiko hat der Kooperationspartner der Initiative in Zusammenarbeit mit der Sportmedizinerin Frau Prof. Dr. med. Elke Zimmermann von der Universität Bielefeld in einer neuen Studie mit einem speziellen Mess-System herausgefunden. „Mit unserer Messmethode können sogar Ursachen, die zu einem plötzlichen Herztod führen können, frühzeitig entdeckt und letztendlich behandelt werden.“ so Zimmermann.

Das renommierte, medizinische Messsystem „Task®Force Monitor“, welches normalerweise nur Kliniken, Arztpraxen oder wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung steht und vom Expertenteam „Mein Gesundheitsmanager“ umgesetzt wird, misst die Vitalparameter ganz ohne Blutabnehmen und Nadeln. Es werden ausschließlich Elektroden am Körper befestigt, während die Person unterschiedlichen Situationen, wie Ruhe, Streß und Belastung ausgesetzt wird. Allerdings hat auch die Warsteiner Firma „Vital for work“ als Anbieter von BGM Zugriff auf dieses Messverfahren und hat sich angesichts der neuen Daten und erschreckenden Erkenntnissen das Ziel gesetzt: „grundsätzlich zu Beginn bei allen Teilnehmern der Initiative ausschließlich diesen Gesundheits-Check durchzuführen. Erst danach können wir absehen, ob die Personen zunächst eine ärztliche Abklärung benötigen bevor sie mit dem Sport beginnen können. Anders ist das ethisch und moralisch nicht vertretbar,“ so Dirk Bräutigam Sportlicher Leiter von „Vital for work.

Die Pilotregion für die Initiative „Gesunde Unternehmen 2015“ sind die Kreise Paderborn, Soest, Hochsauerland, Hagen und der märkische Kreis, in denen sich die Unternehmen in den Aktionsfeldern „Gesunde Ernährung“, „Gesunder Ausgleich“, „Gesundes Miteinander“ und „Gesunder Arbeitsplatz“ dafür einsetzen können, dass ihr Unternehmen und nicht zuletzt ihre Mitarbeiter gesund werden und bleiben.

„Denn der Mensch soll nicht aufhören zu arbeiten, weil er kaputt ist, sondern ideal wäre es, wenn er irgendwann fit und gesund seine Rente genießen kann.“, fasst Frau Prof. Dr. med. Elke Zimmermann das Ziel der Initiative zusammen.

Ulla S. hat von diesen Maßnahmen bereits profitiert. Sie holte sich professionelle Hilfe des Experten Peter Röhr (Lehrbeauftragter an der Uni Bielefeld und GF Valitudo), ließ sich medizinisch durchchecken, stellte ihre Ernährung um und begann gezielt mit Sport. Unter dieser Anleitung schaffte sie es nur ein dreiviertel Jahr später ihre Medikamente auf 2 zu reduzieren und sowohl im privaten als auch im Arbeitsalltag wieder ohne Einschränkungen teilzunehmen.

Kontakt zur Kampagne „Gesunde Unternehmen 2015 und mehr“

Peter Staudt
Büro02948 949876
Mobil0171 2272855
Mail:peter.staudt@bvmw.de

Dirk Bräutigam
Büro02925 9711616
Mobil0176 20944418
Mail:mail@gesundeunternehmen.org

Gerhard Erne
Büro02372 5039828
Mobil0170 5157277
Mail:gerhard.erne@bvmwonline.de

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